Aktuell

Foto: Pressefoto Baumann

Tim Koch wechselt in die Pro A

Nach zehn Jahren im Trikot der MHP RIESEN, sowie der Teams im Ludwigsburger Nachwuchsprogramms wechselt Tim Koch zur kommenden Saison den Verein. Koch wird sich einem deutschen Zweitligisten anschließen.

Wann immer Koch für die MHP RIESEN in Aktion war, sei es bei Spielen oder bei öffentlichen Team-Auftritten, waren ihm die Sympathien der Fans und Zuschauer gewiss. Als Jugendspieler kam Koch in die Barockstadt und durchlief in der Folge von NBBL-Mannschaft, über das Regionalligateam BSG Ludwigsburg bis hin zum damaligen Pro A-Kooperationspartner Kirchheim Knights sämtliche Stationen, ehe er den Sprung in den Kader des Beko BBL-Teams schaffte. Nach gut 10 Jahren in Ludwigsburg wird der 26-Jährige die Barockstadt nun verlassen, um seine Basketballkarriere bei einem Club in der Pro A fortzusetzen. Zum Abschied bedankt sich Koch ganz herzlich: „Ich werde immer gerne an meine Ludwigsburger Zeit zurückdenken. Ludwigsburg ist wie eine zweite Heimat, nein eigentlich schon meine erste Heimat geworden. Ich möchte mich herzlich bei allen bedanken, die mich so super aufgenommen haben. Bedanken möchte ich mich auch bei allen Fans, den Trainern und der ganzen Ludwigsburger Organisation für die Unterstützung und die Möglichkeiten, die ich hier bekommen habe. Ich konnte hier viel lernen. Es war eine geile Zeit!“

Neben seinem sportlichen Einsatz zeichnete sich Koch durch ausgeprägtes soziales Engagement aus. Als Schirmherr der Aktion „Mitmachen Ehrensache“ in Ludwigsburg setzte sich Koch für mehr ehrenamtliches Engagement von Jugendlichen ein.

Für MHP RIESEN Trainer John Patrick war Koch nicht nur wegen seines sozialen Engagements vorbildlich: „Tim war ein großartiger Botschafter für Ludwigsburg und die MHP RIESEN. Er hat in jeder Trainingseinheit eine sehr gute Einstellung an den Tag gelegt und war nicht zuletzt deshalb äußerst beliebt in Ludwigsburg. Es hat viel Freude gemacht mit ihm zusammen zu arbeiten. Wir wünschen ihm weiterhin viel Erfolg!“

Foto: Pressefoto Baumann

Brockman, Huff & Stockton blicken zurück: „Es war eine gute Saison“

Nach und nach begeben sich die MHP RIESEN-Spieler in ihre wohlverdiente Sommerpause. Vor ihrer Abreise in ihre Heimat USA und Finnland, zogen Jon Brockman, Michael Stockton und Shawn Huff noch einmal ein Saisonfazit und verrieten ihre Pläne für den Sommer. Während Brockman sich auf einen Angelausflug freut, schmiedet Huff bereits Pläne für die EM-Teilnahme mit Finnland.

Der stets gut gelaunte Spielmacher Michael Stockton blickt gerne auf sein zweites Jahr im Dress der MHP RIESEN zurück: „Ich hatte eine großartige Zeit. Das zweite Jahr war genauso toll wie das Erste. Die Menschen in Ludwigsburg waren sehr nett zu mir. Die Fans sind einfach die besten! Die Saison war ein ständiges Auf und Ab, aber wir haben hart bis zum Schluss gekämpft. Ich bin stolz auf das Team.“

Center Jon Brockman, der beste Rebounder der Beko BBL, kann nicht nur mit seiner Leistung zufrieden sein, er ist auch stolz auf die Teamleistung: „Es war eine gute Saison. Wir haben es gut zu Ende gebracht, auch wenn wir in den Playoffs dann 0:3 gegen Bamberg verloren haben. Wir haben es ihnen nicht leicht gemacht. Die Spielzeit war schon wild, mit einigen höhen und Tiefen. Die Mannschaft hier war super, tolle Mitspieler und ein super Mitarbeiterteam.“

Für Forward Shawn Huff beginnt schon in Kürze erneut der Ernst des „Basketballerlebens“: „Natürlich ist es nicht schön eine Saison mit einer Niederlage zu beenden, aber das Positive ist, dass wir unsere anfänglichen Probleme behoben haben und in die Playoffs eingezogen sind. Jetzt gehe ich erst einmal in einen Kurzurlaub, um mich dann im Sommer bei Camps und Testspielen mit Finnland für die Europameisterschaft vorzubereiten.“

Foto: Heiko Kutzschmar

Porsche BBA feiert Deutsche Meisterschaft in der JBBL

Sensationeller Erfolg für die Porsche Basketball-Akademie! Mit Siegen gegen die Phoenix Hagen Youngsters und die Young Dragons aus Quakenbrück hat sich das JBBL-Team aus der Barockstadt am Wochenende beim TOP4-Turnier in Hagen erstmals den Deutschen Meistertitel in der U16-Bundesliga gesichert.

Bereits am Freitagvormittag machte sich das Porsche BBA-Team mit einer 22-köpfigen Delegation auf den Weg nach Hagen um am Samstagnachmittag im Halbfinale auf den Gastgeber zu treffen. Vor 2.100 Zuschauern in der gut gefüllten ENERVIE Arena zeigte sich die Mannschaft von Head Coach Ross Jorgusen in der Anfangsphase überaus nervös und erwischte einen klassischen Fehlstart. Es dauerte fast sechs Minuten bis die Barockstädter die ersten Punkte aus dem Feld erzielen konnten und so sah man sich gegen die von Jasper Günther angeführten Phoenix Hagen Youngsters früh mit 1:8 in Rückstand. Danach kam Ludwigsburg durch fünf Zähler von Centerspieler Daniel Franz allmählich besser ins Spiel und zum Ende des ersten Viertels lag man mit vier Punkten zurück. Den Porsche BBA’lern fehlte es allerdings weiterhin an der nötigen Intensität in der Verteidigung und die Jorgusen-Schützlinge fanden nicht so richtig zu dem Stil, der sie die ganze Saison über ausgezeichnet hatte. So kam es, dass Hagen seinen Vorsprung wieder ausbauen konnte und durch David Ewald und Vladimir Pinchuk mit 28:17 in Front gingen. Nach einer Auszeit sorgten dann die Ludwigsburger Bankspieler für neue Energie bei den Barockstädtern. Nachdem Leonard Hellwig von der Dreierlinie erfolgreich war, kam Ludwigsburg so langsam ins Rollen, konnte in der Verteidigung einen Gang zulegen und verkürzte durch Justin Kater auf 28:31 zur Halbzeit.

Auch nach dem Seitenwechsel war nun die Porsche BBA das spielbestimmende Team. Mit viel Emotion schaffte man es die Partie zu drehen, Jonathan Luyeye besorgte die erste Führung (32:31) und Lawrence Mugagan war hinten wie vorne für mehrere Highlights verantwortlich um den Vorsprung in den folgenden Minuten weiter auszubauen. Nach Freiwürfen von Tim Auerbach lagen die Barockstädter zwischenzeitlich mit 10 Punkten in Führung, die Hausherren wollten die Partie jedoch nicht kampflos abgeben und stemmten sich mit aller Macht dagegen. Zum Ende des dritten Viertel betrug die Differenz fünf Punkte und Hagen machte weiter Druck. Im Schlussabschnitt konnte Noah Tepelidis dann zum 57:57 ausgleichen, Ludwigsburg fand nach zwischenzeitlicher Nervosität aber rechtzeitig wieder zurück in die Spur und setze zum Schlussspurt an. Mateo Seric, Jonathan Luyeye und schließlich Lawrence Mugagan per Dunking sorgten für die entscheidenden Punkte zugunsten der Barockstädter, die sich am Ende eines ungemein intensiven Halbfinalspiels mit 68:60 durchsetzen konnten.

Für die Porsche BBA spielten: Mugagan (13, 14 Rebounds), Seric (11, 10 Rebounds), Auerbach (8), Abraha (8, 4 Assists, 4 Steals), Luyeye (6), Emanga (5), Franz (5), Massing (4), Kater (4), Hellwig (3), Stierlen (1) und Brekalo (n.e.).

Am Sonntagvormittag traf das Porsche BBA-Team im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft auf die Young Dragons aus Quakenbrück. Die Niedersachsen hatten sich am Samstag mit 61:57 gegen Breitengüßbach durchgesetzt und gingen als Titelverteidiger von 2014 in die Partie. Beide Teams starteten jedoch nervös, wobei die Dragons etwas besser ins Spiel kamen und Philipp Herkenhoff seine Mannschaft zu einem 21:15 Vorsprung nach den ersten zehn Minuten führte. Im zweiten Abschnitt legten die Barockstädter ihre Unsicherheit immer mehr ab, übten sowohl im Angriff als auch der Verteidigung viel Druck auf den Gegner aus und erarbeiteten sich durch einen 7-0 Lauf erstmals die Führung. Quakenbrück hatte währenddessen mit Foultrouble zu kämpfen, sodass sich Ludwigsburg bis zur Halbzeit auf 39:31 absetzen konnte.

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs blieben die Porsche BBA’ler von Head Coach Ross Jorgusen dank einer starken Leistung in der Verteidigung am Drücker, die Young Dragons ließen sich allerdings nie ganz abschütteln und blieben durch insgesamt 26 Offensivrebounds in Reichweite (54:44). Der Titelverteidiger suchte sein Glück gegen die Ludwigsburger Defense allzu oft in Versuchen von der Dreierlinie (7/36), während die Barockstädter in der Offensive mit gutem Zusammenspiel immer wieder offene Würfe kreieren konnten um ihren Vorsprung weiter auszubauen. Vier Minuten vor dem Ende sah die Porsche BBA beim Stand von 62:47 bereits wieder der sichere Sieger aus, Quakenbrück gab sich jedoch noch nicht auf und nach fünf schnellen Punkten war plötzlich wieder Hoffnung zu spüren bei den Niedersachsen. Die Jorgusen-Schützlinge hingegen verloren auf einmal ihre Souveränität, zeigten Nerven und leisteten sich gleich mehrere Ballverluste. Hatte man gerade alles noch fest im Griff, begann der Vorsprung nun Punkt um Punkt zu schrumpfen und zehn Sekunden vor dem Ende stand es nur noch 62:61. Die Barockstädter hatten daraufhin die Chance nach einer Auszeit aus dem Einwurf heraus den 14-0 Lauf zu stoppen, es folgte jedoch ein weiterer Turnover und so hatten die Dragons anschließend 9 Sekunden Zeit um das Spiel doch noch zu ihre Gunsten zu entscheiden. Dabei landete der Ball in den Händen von TOP4 MVP Herkenhoff, sein schwieriger Wurf verfehlte aber das Ziel und auch der Tip-In brachte keinen Erfolg, sodass die Porsche BBA am Ende ihren ersten Deutschen Meistertitel in der U16-Bundesliga feiern durfte.

Für die Porsche BBA spielten: Franz (11, 5 Rebounds), Mugagan (9, 7 Rebounds), Luyeye (8), Emanga (7, 2 Blocks), Seric (6, 9 Rebounds), Kater (6), Auerbach (5), Abraha (5, 5 Rebounds), Stierlen (3, 7 Rebounds, 5 Assists), Massing (2), Hellwig (0) und Sishane (n.e.).

Foto: Pressefoto Baumann

„Können erhobenen Hauptes in die Pause gehen“

Die Saison 2014/2015 ist für die MHP RIESEN Ludwigsburg beendet. Nach dem 0:3 im Viertelfinale der Beko BBL-Playoffs bricht in der Barockstadt die „Off-Season“ an. Rückblickend überwiegt bei allen Beteiligten der Stolz auf die zweite Playoff-Teilnahme in Folge.

125 Minuten intensiver Playoffbasketball liegt hinter den MHP RIESEN Ludwigsburg. Gegen die favorisierten Brose Baskets aus Bamberg lieferten die Ludwigsburger in allen drei Spielen einen leidenschaftlichen Kampf und verlangten dem Hauptrundenersten alles ab. Nach zwei 79:87-Auswärtsniederlagen und einem dramatischen 84:89 nach Verlängerung in der heimischen MHPArena, sind die Playoffs 2015 für die MHP RIESEN beendet. Trotz des Ausscheidens überwiegt im Ludwigsburger Lager der Stolz auf eine tolle Saison.

Die Reaktionen zur Viertelfinalserie:

John Patrick (Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg): „Ich bin stolz auf unsere Mannschaft. Alle haben die ganze Saison über alles gegeben, in jedem Spiel und in jeder Trainingseinheiten. Es hat Spaß gemacht mit allen Spielern zusammen zu arbeiten.“

John Little (Guard): „Es war eine großartige Saison und ein tolles Jahr mit tollen Menschen. Die Jungs sind alle super. Besser Mitspieler hätte man sich nicht wünschen können. Der Start in die Saison war sicher nicht so gut, wie wir uns das selbst gewünscht haben. Aber wir sind zusammengerückt und haben eine tolle Saison gespielt. In der Serie gegen Bamberg haben wir alles gegeben. Ich denke, es war nicht der typische 3:0 Sweep. Es war in allen Spielen sehr eng.“

Jon Brockman (Center): „Es war ein Vergnügen in dieser Saison für Ludwigsburg zu spielen. Ich hätte um keine bessere Gruppe von Jungs bitten können. Gemeinsam haben wir hart und Seite an Seite gearbeitet. Auch wenn die Saison jetzt nicht so geendet ist, wie wir das alle gemocht hätten, können wir erhobenen Hauptes aus der Serie und in die Pause gehen. Wir haben alles gegeben und alles auf dem Feld rausgehauen, was ging. Vielen Dank Ludwigsburg!“

DJ Kennedy (Forward): „Bamberg ist nicht ohne Grund der Erste der Hauptrunde geworden. Sie sind ein großartiges Team. Wir haben alles gegeben und haben hart gekämpft. Ich bin stolz auf meine Mitspieler. Sie haben sich auf dem Feld total verausgabt. Es war eine großartige Saison.“

Die Viertelfinal-Spiele im Überblick:

Spiel 1: Brose Baskets – MHP RIESEN Ludwigsburg 87:79
Spiel 2: MHP RIESEN Ludwigsburg – Brose Baskets 84:89 nach Verlängerung
Spiel 3: Brose Baskets – MHP RIESEN Ludwigsburg 87:79

Serienstand: 0:3

Foto: Gunnar Rübenach

79:87 Niederlage in Spiel 3: MHP RIESEN scheiden aus Playoffs aus

Über 125 Minuten haben die MHP RIESEN Ludwigsburg tollen Playoff-Basketball gespielt, doch am Ende hat es nicht zum Erfolg gegen den „Hauptrundenprimus“ Brose Baskets gereicht. Eine 79:87-Niederlage im dritten Viertelfinale bedeutete das 0:3 nach Siegen – und damit das Saisonende für die Ludwigsburger.

Die Brose Baskets qualifizierten sich somit für das Halbfinale. Die MHP RIESEN unterlagen mit dem exakt gleichen Ergebnis wie im ersten Spiel in Bamberg. Auch dieses Mal mussten sie sich mit 79:87 in der Brose Arena geschlagen geben.

Mit der etablierten Startformation bestehend aus Kerron Johnson, John Little, DJ Kennedy, Adam Waleskowski und Jon Brockman starteten die MHP RIESEN in das Unterfangen ein viertes Spiel zu forcieren. Allerdings kam Bamberg mit viel Schwung in das Match und legte gleich zu Beginn einen 6:0 Lauf auf das Parkett der mit 6.800 Zuschauern gefüllten Brose Arena. Ludwigsburg kämpfte sich rein und gestaltete das Match rasch wieder ausgeglichen. Mit einem Dreipunktspiel brachte DJ Kennedy seine RIESEN mit 15:13 erstmals in Führung, um einen Angriff später gleich noch ein Dreipunktspiel folgen zu lassen. Ludwigsburg war in Spiel 3 angekommen und hielt nach dem ersten Viertel eine 22:18 Führung in den eigenen Händen.

Auch im zweiten Viertel hatten die Barockstädter leichte Vorteile auf ihrer Seite. Mit viel Zug zum Korb stellten sie die Defense der Bamberger immer wieder auf die Probe, ehe schließlich Stockton durch einen erfolgreichen Dreipunktewurf auf 32:24 erhöhen konnte. In der Folge stockte der Angriff Ludwigsburgs aber und so erkämpfte sich Bamberg, vor allem in Person von Dawan Robinson, den zwischenzeitlichen Ausgleich (35:35). Das letzte Wort in der ersten Hälfte hatten jedoch die RIESEN. Ein starker 7:0 Zwischenspurt brachte sie mit 42:35 zur Pause in Führung.

Im dritten Viertel drückten die Brose Baskets mit aller Vehemenz und setzen die Barockstädter gehörig unter Druck. Zwar gelang Kennedy zunächst ein weiteres Dreipunktspiel, doch anschließend wirbelte Bamberg und traf Wurf um Wurf. Angepeitscht von der lautstarken Kulisse eroberten die Gastgeber die Führung zurück. Beim Stand von 45:48 nahm John Patrick eine Auszeit, um den Bamberger Lauf (13 Punkte in Folge) zu brechen. Das Timeout verfehlte seine Wirkung nicht. Die MHP RIESEN wirkten wieder stabil und wichen Bamberg nicht von den Fersen (58:62). Allerdings hatten nach drei Vierteln sowohl Jon Brockman, als auch John Little bereits vier persönliche Fouls auf ihrem Konto.

Fouls prägten die Anfangsphase des Schlussabschnitts. Nach einer hektischen und hitzigen Sequenz mit einem unsportlichen Foul Kennedys, einem technischen Foul Johnsons und einem technischen Fouls des Bambergers Strelnieks zogen die Franken auf neun Punkte davon. Ludwigsburg steckte nicht auf (64:69), aber die Bamberger drückten nun in Aussicht eines serienbeendenden Erfolges auf das Gaspedal und markierten wichtige Dreipunktewürfe. Eben diese wollten bei den MHP RIESEN an diesem Abend nicht fallen. Da die Brose Baskets auch immer besser die Rebounds unter Kontrolle bekamen, schafften es die aufopferungsvoll kämpfenden Mannen aus der Barockstadt nicht mehr das Spiel zu drehen. Am Ende stand mit 79:87 die dritte Niederlage in der „best of five“-Serie zu Buche.

Punkte MHP RIESEN Ludwigsburg: Kennedy 22, Brockman 15, Stockton 13, Johnson 12, Little 4, Huff 4, Flomo 4, Waleskowski 3, McNaughton 2, Koch n.e.

Punkte Brose Baskets: Wanamaker 21, Strelnieks 15, Robinson 15, Mbakwe 11, Miller 9, Thompson 8, Theis 5, Bagaric 2, Harris 1

Die Stimmen zum Spiel:

John Patrick (Headcoach MHP RIESEN): “Meine Gratulation an Coach Trinchieri und Bamberg zum heutigen Sieg und zur Serie. Es war hart umkämpft und Basketball auf hohem Niveau. Respekt an die Bamberger Mannschaft und vor allem an die Guards, die gegen unseren Druck nur acht Ballverluste begangen haben. Wir waren vielleicht nicht tief genug und am Ende etwas müde. Ich bin trotzdem stolz auf unsere Mannschaft. Sie haben die ganze Saison über alles gegeben. Es hat Spaß gemacht mit allen Spielern zusammen zu arbeiten.“

Andrea Trinchieri (Headcoach Brose Baskets): „Was nach dieser Serie bleibt: wir sind eine Runde weiter. Respekt an Ludwigsburg, die Coaches und die Spieler für eine wirklich sehr toughe Playoff-Serie. Ludwigsburg spielt sehr physisch und kämpft bis zur letzten Sekunde. Der Coach hat einen guten Job gemacht. In der ersten Halbzeit waren wir heute nicht da, fast wie Cheerleader. Nach der Pause haben wir dann unseren Rhythmus gefunden und auch endlich die freien Bälle unter Kontrolle gekriegt. Ebenso haben wir DJ Kennedy besser im Griff gehabt. Wir haben eine tiefere Rotation, aber haben es sicher verdient im Halbfinale zu stehen.“

Foto: Pressefoto Baumann

Spiel 3: Nicht aufgeben und ein viertes Spiel erzwingen

Nach der dramatischen Overtime-Niederlage in Spiel 2 des Viertelfinales reisen die MHP RIESEN Ludwigsburg heute zurück nach Bamberg, wo bereits am morgigen Donnerstag (14. Mai) Spiel 3 der „best of five“-Serie ausgetragen wird. In der Brose Arena wollen die Barockstädter dabei durch einen Sieg ein viertes Spiel erzwingen. Spielbeginn ist um 20 Uhr.

Trotz des 0:2 Rückstandes nach Siegen und dem drohenden Saisonaus geben sich die MHP RIESEN vor dem dritten Showdown weiter kämpferisch. Assistant Coach David Danzig steckte die Marschroute direkt nach Spiel 2 ab: „Das ist sicherlich keine einfache Situation für uns, aber wir werden weiterhin alles geben und unsere Chancen in Spiel 3 suchen.“

Lust auf Urlaub hat auch MHP RIESEN-Teamcaptain Patrick Flomo längt noch nicht. Beim Fantalk nach dem Overtime-Krimi betonte der Playoff-erfahrenste Akteur in Reihen der Barockstädter: „Im Basketball und speziell in den Playoffs ist alles möglich. Auch wenn es schwer in Bamberg wird, werden wir alles versuchen und wollen ein viertes Spiel rausholen.“

Sollte der Auswärtscoup bei den bis dato daheim unbezwungenen Brose Baskets gelingen, so findet das Spiel 4 am kommenden Samstag (16. Mai, 20 Uhr) in der MHPArena in Ludwigsburg statt.

Spiel 3 wird am Donnerstag live von Telekom Basketball übertragen: über das Entertain-Paket im TV oder via Webstream unter www.telekombasketball.de

Fußball-Stars genießen Playoff-Atmosphäre

Den emotionalen Viertelfinal-Krimi in der MHPArena erlebten die VfB Stuttgart-Profis Christian Gentner, Thorsten Kirschbaum und Timo Baumgartl hautnah mit. Kapitän Gentner, Torhüter Kirschbaum und Verteidiger Baumgartl fieberten dabei in „Mein Herz schlägt gelb“-Shirts regelrecht mit und bewiesen im TV-Halbzeitinterview bei Telekom Basketball ihren Basketballsachverstand. Kein Wunder, schließlich sind alle drei passionierte Fans des Basketballsports.

Auch Mark-Patrick Redl, Torhüter von den Stuttgarter Kickers und mit 1,91 Meter durchaus von Basketballergröße, bangte mit den RIESEN im packenden Playoff-Fight gegen Bamberg.

Die Viertelfinal-Termine im Überblick:

Spiel 1: Brose Baskets – MHP RIESEN Ludwigsburg 87:79
Spiel 2: MHP RIESEN Ludwigsburg – Brose Baskets 84:89 nach Verlängerung
Spiel 3: Donnerstag, 14. Mai 2015
Brose Baskets – MHP RIESEN Ludwigsburg 20:00 Uhr
Spiel 4*: Samstag, 16. Mai 2015
MHP RIESEN Ludwigsburg – Brose Baskets 20:00 Uhr
Spiel 5*: Mittwoch, 20. Mai 2014
Brose Baskets – MHP RIESEN Ludwigsburg 20:00 Uhr
*falls erforderlich

Foto: Johannes Roth

Knappe Heimniederlage im Playoff-Fight gegen Bamberg

In einem spannenden und intensiven zweiten Viertelfinalspiel mussten sich die MHP RIESEN Ludwigsburg am Dienstagabend den Brose Baskets aus Bamberg knapp mit 84:89 (53:56, 74:74) geschlagen geben und liegen nun in der „best-of-three“ Playoffserie mit 0-2 zurück. Topscorer für die Barockstädter in einer mit 4.500 Zuschauern ausverkauften MHPArena waren John Little (21), Shawn Huff (17), DJ Kennedy (14) und Jon Brockman (12).

Wie gewohnt schickte Head Coach John Patrick am Dienstagabend zu Beginn der Partie Kerron Johnson, John Little, DJ Kennedy, Adam Waleskowski und Jon Brockman auf das Parkett der MHPArena und mit Hilfe der lautstarken Unterstützung von den Rängen kamen die Barockstädter auch gleich gut ins Spiel. Sechs Punkte von Brockman sowie ein Little-Dreier sorgten für eine frühe Führung, die Johnson zum 11:7 Zwischenstand nach knapp fünf Minuten erhöhte. Danach sahen die Zuschauer bei beiden Mannschaften sinkende Trefferquoten aus dem Feld, Bamberg ging durch einen Distanztreffer von Ryan Thompson und vier Freiwurfpunkte von Dawan Robinson zwischenzeitlich zum ersten Mal selbst in Front, Kennedy und Waleskowski besorgten schließlich aber einen knappen 19:16 Vorsprung nach den ersten zehn Minuten.

Im zweiten Viertel erwischte Bamberg den besseren Start. Robinson sammelte weiterhin erfolgreich Zähler von der Freiwurflinie, Miller erzielte fünf Punkte in Serie und Thompson traf aus der Mitteldistanz zu einer zwischenzeitlichen 27:23 Gästeführung. Patrick reagierte sofort und nahm seine erste Auszeit, doch auch danach blieben die Franken in einem intensiven und physischen Spiel knapp in Front. Viele Foulpfiffe, kleinere Nickeligkeiten und unter anderem ein technisches Foul gegen MHP RIESEN Trainer John Patrick störten den Rhythmus der Barockstädter, die sich kurz vor der Pause mit sieben Zählern in Rückstand sahen, ehe es beim Stand von 33:38 in die Kabine ging.

Im dritten Viertel kamen die Hausherren mit viel Energie und einem gut aufgelegten DJ Kennedy zurück aufs Feld. Der beste Offensivspieler der Beko BBL erzielte fünf Punkte in Serie und sorgte mit dem Ausgleich für viel Jubel auf den Rängen, Dreier von Daniel Theis und Brad Wanamaker machten den guten Start von Ludwigsburg dann allerdings wieder zunichte und die Gäste zogen bis auf acht Zähler Differenz davon. Die Gastgeber zeigten sich davon aber unbeeindruckt und kamen durch viel Leidenschaft in der Verteidigung binnen kürzester Zeit wieder zurück. Dreimal hintereinander klaute man den Brose Baskets im Spielaufbau den Ball und konnte selbst schnell und erfolgreich abschließen, wobei sich speziell John Little von seiner besten Seite zeigte und mit einem Dunking für das Highlight des Abends sorgte. Durch sieben Punkte des Shooting Guards in Serie sowie zwei Freiwurftreffer von Shawn Huff gelang den MHP RIESEN ein 9-0 Lauf zur eigenen 49:48 Führung Mitte des dritten Spielabschnitts. Die MHPArena tobte und die Fans bekamen einen großartigen Playoff-Fight zu sehen, in der sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch lieferten, ehe es beim Stand von 56:53 für Bamberg in die letzten zehn Minuten ging.

Auch hier war es weiterhin ein tolles Duell, bei dem es beiden Teams anzumerken war, wie viel heute auf dem Spiel stand. Um jeden Zentimeter auf dem Parkett wurde verbissen gekämpft, die Emotionen kochten hoch und es blieb knapp. Ludwigsburg schaffte es dabei allerdings nicht den Spieß richtig umzudrehen und so lagen die Gäste knapp vier Minuten vor dem Ende mit 67:62 in Front. Hinzu kamen Foulprobleme, musste Kerron Johnson doch bereits zu diesem Zeitpunkt mit seinem fünften persönlichen Foul aus der Partie ausscheiden. Die Franken nutzten das immer wieder zu Punkten von der Freiwurflinie um ihren Vorsprung aufrecht zu erhalten, ehe ein Dreier von Janis Strelnieks und ein Dunking von Wanamaker die Baskets zweieinhalb Minuten vor Schluss bis auf 72:64 davonziehen ließen. Nach einer Ludwigsburger Auszeit wurde es dann noch einmal turbulent und John Patrick kassierte sein zweites technisches Foul, sodass Assistant Coach David Danzig für die Schlussphase an der Seitenlinie übernehmen musste. Vieles sprach gegen die Barockstädter, das MHP RIESEN Team bewies jedoch einmal mehr in dieser Saison ein großes Herz und kämpfte sich mit vereinten Kräften wieder zurück ins Spiel. Mit unglaublich viel Druck in der Verteidigung brachte man die Gäste erneut ein ums andere Mal in Verlegenheit, kam Punkt um Punkt heran und hatte nach zwei verworfenen Freiwürfen von Dawan Robinson die Chance auf den Ausgleich. Dabei sollte DJ Kennedy nicht lange fackeln und so zeigte sich der Linkshänder per Dreier für den 74:74 Gleichstand 18 Sekunden vor dem Ende verantwortlich. Die Zuschauer in der MHPArena konnten ihr Glück kaum fassen, noch blieb Bamberg allerdings ein letzter Angriff. Diesen konnte die Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri letztlich aber nicht erfolgreich verwerten und so ging es für beide Teams in die Verlängerung.

In der Extrazeit war es zunächst ein Hin und Her, nach einem erfolgreichen Dreier von Stelnieks hatte sich Bamberg jedoch bis auf sechs Zähler abgesetzt, sodass die Barockstädter von da an einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Ludwigsburg bewies auch jetzt wieder eine tolle Moral, ließ die Köpfe nicht hängen und war kurz vor Schluss auf 82:85 dran, am Ende konnten die Gäste mit Treffern von der Freiwurflinie die Barockstädter aber erfolgreich Abstand halten und mit 89:84 die Oberhand behalten. Damit geht Bamberg in der Playoff-Viertelfinalserie mit 2-0 in Führung.

Punkte MHP RIESEN Ludwigsburg: Little (21), Huff (17), Kennedy (14, 7 Rebounds, 3 Steals), Brockman (12, 12 Rebounds), Johnson (7), Waleskowski (7, 6 Rebounds), Stockton (5), Koch (1), Flomo (0), McNaughton (0), Warech (n.e.), Joos (n.e.)

Punkte Brose Baskets: Theis (17, 7 Rebounds), Wanamaker (16, 4 Assists), Strelnieks (13, 9 Rebounds), Robinson (13), Thompson (9), Miller (7), Harris (6), Mbakwe (3), Tadda (3), Bagaric (2), Obst (n.e.)

Die Stimmen zum Spiel:

David Danzig (Assistant Coach MHP RIESEN Ludwigsburg): „Gratulation an Bamberg zu diesem Sieg. Das war heute ein sehr physisches Spiel, in dem Bamberg immer einen Weg und eine Antwort gefunden hat. Trotzdem bin ich sehr stolz auf unsere Mannschaft wie sie sich immer wieder zurückgekämpft und Moral bewiesen hat. Jetzt führt Bamberg in der Serie 2-0, das ist sicherlich keine einfache Situation für uns aber wir werden weiterhin alles geben und unsere Chancen suchen.“

Trainer Andrea Trinchieri (Head Coach Brose Baskets): „Ich denke wir haben das Spiel heute über weite Strecken kontrolliert und es uns am Ende leider schwerer gemacht als es hätte sein müssen. Wir waren in vielen Situationen nicht clever genug, trotzdem bin ich am Ende aber sehr glücklich, dass wir das Spiel in dieser lauten Halle gewinnen konnten und mit einer 2-0 Führung nach Bamberg zurückfahren können.“

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